19:00 Uhr Vokü (Vegetarisches Essen gegen Spende)
19:30 Uhr Kurzfilm und Diskussion
Infocafé Anna&Arthur, Katzenstraße 2, Lüneburg
Immer dann, wenn in sozialen Kämpfen deutlich wird, dass die Probleme nicht unmittelbar lösbar sind, sondern allgemeine gesellschaftliche Veränderungen notwendig sind, stellt sich die Frage, ob einzelne Schritte "revolutionär" oder "reformistisch" sind.
Welche angestrebten Ziele lassen die bestehenden (kapitalistischen) Verhältnisse unverändert oder stabilisieren sie sogar und welches sind Zwischenschritte auf dem Weg zu grundsätzlichen Veränderungen? Wie entwickeln sich Protestbewegungen und wie können sie mit Vereinnahmungsversuchen politischer Gegner_innen umgehen?
Wir wollen diese Fragen mit euch u.a. am Beispiel der Lüneburger Bildungs- proteste diskutieren und einleitend Ausschnitte aus einem
Interview mit dem Lüneburger Uni-Präsidenten zeigen.
rümpf - 3. Feb, 21:36
19:00 Uhr Vokü (Vegetarisches Essen gegen Spende)
19:30 Uhr Film: "Protest ist immer zum richtigen Zeitpunkt!" (Lüneburg, 2009), Austausch und Diskussion
Infocafé Anna&Arthur, Katzenstraße 2, Lüneburg
rümpf - 21. Dez, 05:53
19 Uhr Essen gegen Spende
19:30 Uhr Diskussion und Film
Uni-Campus, Scharnhorststraße 1,
Hörsaal 1
Immer dann, wenn Proteste sich ausweiten, ihre Käseglocke verlassen, sich mit Kämpfen in anderen Bereichen verbinden, den "Nerv der Zeit" treffen, dann gelingt es, Individualisierung und Ohnmacht aufzubrechen.
Im Zuge der nun schon über drei Wochen dauernden Besetzung von Hörsaal 1 an der Uni Lüneburg haben sich Leute zusammengefunden, Diskussionsprozesse haben begonnen und Ergebnisse wurden kommuniziert: u.a. gegen Prüfungsdruck und ein fremdbestimmtes Studium.
Nun sind es gerade die verschulten Bachelorstrukturen und die
Notwendigkeit, nebenher Geld verdienen zu müssen, die dazu führen, keine oder nur wenig Zeit und Kraft zum Diskutieren und Protestieren zu haben. Ein Teufelskreis?
Wir meinen, es lohnt sich, nochmal genauer hinzuschauen: Auf welche Weise wird das Studium bewältigt? Wo werden Anforderungen unterlaufen, wie wird Wissen über das Zurechtkommen weiter gegeben, wo gibt es Ansätze von Solidarität untereinander im normalen Uni-Alltag? An welchen Orten kommen Studierende zusammen, an welchen die Uni-Beschäftigten aus
den unterschiedlichen Bereichen? Und könnten dies nicht auch
Ansatzpunkte für gemeinsame Organisierung sein?
Ein wesentlicher Punkt der StudentInnenbewegung 1968, der zu einer übergreifenden Revolte beigetragen hat, war die Intention, die
kapitalistische Gesellschaft weltweit zu verstehen und ihre Rolle darin als Ausgangspunkt ihrer Kämpfe zu nehmen. Dabei nutzten die Studierenden auch die an der Uni erlernten Fähigkeiten subversiv in der politischen Praxis. Helke Sander ist ein Beispiel dafür. Wir zeigen ihren Film "Eine Prämie für Irene", an dem wir diskutieren wollen, was wir aus den früheren Protesten lernen können: Was heißt "Politik der ersten Person" und die Überwindung der Trennung unserer verschiedenen Lebensbereiche - auch das Private ist politisch!?
rümpf - 7. Dez, 20:02
Kurzfilme und Austausch
Mittwoch, 11.11.2009
Infocafé Anna&Arthur, Katzenstr.2
19:00 Uhr Vokü
19:30 Uhr Kurzfilme und Austausch
Ursprünglich hatten wir geplant, die Tarifauseinandersetzung bei der Post zum Thema zu machen: Zu Streiks kam es nicht, wir werden kurz dazu berichten.
Auf unserer letzten Veranstaltung zu Sozialen Kämpfen und der Wirtschaftskrise in Lüneburg waren die Bereiche Uni und Schule kaum Thema - daher sollen diese nun bei unserer Vokü im Mittelpunkt stehen.
Die letzten größeren Auseinandersetzungen in Lüneburg fanden im Bildungssektor statt: Uni, Kitas, Schulen. Viele von uns sind als SchülerInnen, StudentInnen , Beschäftigte mittendrin: Als TeilnehmerInnen von Aktionen, als OrganisatorInnen, teilweise frustriert, manche voller Motivation... Auf jeden Fall mit verschiedenster alltäglicher Erfahrung, die nur selten Thema ist.
Und: Seit über zwei Wochen sind verschiedene Universitäten in Wien und ganz Österreich besetzt. Lassen sich Leute in der BRD davon anstecken? Wie kann es gelingen, verschiedene Bereiche stärker zu vermknüpfen und Isolationen auf zu brechen?
Was könnten Ausgangspunkte für eigene Aktivitäten sein? Was schließen wir aus unseren bisherigen Erfahrungen, was stört uns, wie wollen wir es ändern? Was machen wir, wenn wir den Gürtel noch enger schnallen sollen?
rümpf - 6. Nov, 11:26
In der nächsten Zeit legen wir unseren Schwerpunkt auf die Untersuchung der Auswirkungen und Handlungsmöglichkeiten angesichts
Weltwirtschaftskrise in Lüneburg. Dabei spielt der Ansatz der "Militanten Untersuchung" eine wichtige Rolle.
Links zu einführenden Texten:
- Einführende Texte aus der wildcat: Renaissance des Operaismus Teil I und Teil II.
- Kolinko-Diskussionspapier "Subversion des Alltags", hier vor allem Kapitel 6
- arranca! Nr. 39: Militante Untersuchungen
- Haufenweise weitere historische und aktuellere Texte im Dossier zum Operaismus der wildcat
rümpf - 11. Jun, 15:06
Hier ein paar Links zu Texten zur Krise:
- Interview mit Karl Heinz Roth zu seinem Buchprojekt: Die globale Krise. Band 1 des Projekts "Globale Krise - Globale Proletarisierung - Gegenperspektiven". Hamburg.
- Texte und Materialien zur Krise der Zeitschrift wildcat
- PROMISSORY NOTES: From Crises to Commons by Midnight Notes Collective and Friends. (4/2009) (leider bisher nur auf Englisch)
- Marx-Zitate zu Krisen aus dem Karl-Marx-Forum
rümpf - 10. Jun, 16:22
2004 aus dem Bedürfnis nach Organisierung und Handlungsfähigkeit entstanden, haben wir das Ziel, linke und emanzipatorische Positionen zu verschiedensten Themen in Lüneburg durch Veranstaltungen, Aktionen, Flugblätter etc. sichtbar zu machen. Damit wollen wir zur Auseinandersetzung mit bestehenden Verhältnissen anregen.
Wir lehnen alle Formen und Systeme von Herrschaft und Diskriminierung ab, einschließlich aber nicht beschränkt auf Kapitalismus, Patriarchat und Rassismus.
Wir fragen uns: Was soll schlecht daran sein, wenn Häuser, Fabriken, Dienstleistungen, Land und natürliche Ressourcen in den Händen aller, also vergesellschaftet sind. Was soll schlecht sein an einer klassenlosen Gesellschaft, die den von uns produzierten Reichtum gleichmäßig verteilt, in der sich das wie und was zu Produzierende an den Bedürfnissen aller orientiert – selbstverwaltet und selbstorganisiert.
rümpf - 26. Jul, 17:40