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Krise

Mi, 11.11.2009: Kämpfe im Bildungssektor?!

Kurzfilme und Austausch

Mittwoch, 11.11.2009
Infocafé Anna&Arthur, Katzenstr.2
19:00 Uhr Vokü
19:30 Uhr Kurzfilme und Austausch



Ursprünglich hatten wir geplant, die Tarifauseinandersetzung bei der Post zum Thema zu machen: Zu Streiks kam es nicht, einen schlechten Abschluss kann man auch ohne Kämpfe bekommen. Wir werden kurz dazu berichten.

Auf unserer letzten Veranstaltung zu Sozialen Kämpfen und der Wirtschaftskrise in Lüneburg waren die Bereiche Uni und Schule kaum Thema - daher sollen diese nun bei unserer Vokü im Mittelpunkt stehen.

Die letzten größeren Auseinandersetzungen in Lüneburg fanden im Bildungssektor statt: Uni, Kitas, Schulen. Viele von uns sind als SchülerInnen, StudentInnen , Beschäftigte mittendrin: Als TeilnehmerInnen von Aktionen, als OrganisatorInnen, teilweise frustriert, manche voller Motivation... Auf jeden Fall mit verschiedenster alltäglicher Erfahrung, die nur selten Thema ist.

Und: Seit über zwei Wochen sind verschiedene Universitäten in Wien und ganz Österreich besetzt. Lassen sich Leute in der BRD davon anstecken? Wie kann es gelingen, verschiedene Bereiche stärker zu vermknüpfen und Isolationen auf zu brechen?

Was könnten Ausgangspunkte für eigene Aktivitäten sein? Was schließen wir aus unseren bisherigen Erfahrungen, was stört uns, wie wollen wir es ändern? Was machen wir, wenn wir den Gürtel noch enger schnallen sollen?

Mi, 14.10.2009: Soziale Kämpfe in Lüneburg?!

Vortrag und Diskussion
Mittwoch, 14.10.209
19:30 Uhr
Infocafé Anna&Arthur, Katzenstr. 2, Lüneburg



Wenn auch sonst die unterschiedlichsten Prognosen abgegeben werden: Dass die Weltwirtschaftskrise in Deutschland erst im Herbst nach den Wahlen so richtig ankommen wird, da sind sich alle einig. Krisen sind im Kapitalismus der Normalfall. An der aktuellen Krise ist das Besondere, dass sie als Klima-, Energie-, Struktur-, Finanz-, Überakkumulationskrise usw. auftritt. Also die geballte Ladung. Der Ursprung dieser Krise liegt in den Jahre 1968ff, als das Kapital vor einer renitenten Arbeiterklasse in die Spekulation geflüchtet ist. Seither wird Verzicht gepredigt und durchgesetzt.

Derlei Krisen sind nicht nur international, sondern auch ganz konkret hier in Lüneburg zunehmend zu spüren - zusätzlich zum normalen kapitalistischen Wahnsinn. In den letzten Jahrzehnten wurde auch in Lüneburg eine zunehmende Segmentierung der Belegschaften durchgesetzt und gesellschaftliche Entsolidarisierung und Abstiegsängste forciert.

Die Krise ist trotz aller Aufschwungsrhetorik noch lange nicht vorbei. Ein zunehmender Verlust an Einkommen, Sozialleistungen usw. führt nicht zwangsläufig zu emanzipatorischen Bewegungen. Gesellschaftliche Spaltungen und Individualisierungen wirken dem entgegen. Die radikale Linke in Lüneburg nimmt sich dieser Themen bisher kaum an.

Dies wollen wir ändern. Uns interessieren dabei die konkreten Veränderungen im Alltagsleben sowie die Formen, wie wir uns den Verhältnissen anpassen. Wir suchen nach Möglichkeiten zum Eingreifen und Unterstützen von Selbst- organisation. Was passiert in den Betrieben, auf Schulen und Ämtern? Wo greifen Kürzungen und wo werden Leute entlassen, wo entstehen Ansatzpunkte für Kämpfe, die die Spaltungen überwinden? Wie können wir uns dazu verhalten?


Auf der Veranstaltung wollen wir über unsere ersten Ergebnisse, offene Fragen und strategische Überlegungen berichten und diskutieren. Und: Wir laden ein zum Mitmachen, Eingreifen, Ideenspinnen!

Soziale Kämpfe in Lüneburg?!

Vortrag und Diskussion
Mittwoch, 14.10.209
19:30 Uhr
Infocafé Anna&Arthur, Katzenstr. 2, Lüneburg

Mi, 08.07.2009: Veranstaltung zur aktuellen globalen Krise

Mittwoch, 8. Juli 2009
19.30 Uhr
Infocafé Anna&Arthur
Katzenstrasse 2, 21335 Lüneburg



Mittlerweile ist sie in aller Munde: die Krise. Auch wenn wir materiell noch nicht so viel davon merken, wissen wir: Milliarden zur Stützung des Bankwesens und Konzerne auf der einen Seite, Entlassungen und Verzicht auf der anderen. Etwas ist faul am Kapitalismus. Aber: die Krise ist kein Ergebnis raffgieriger Manager und Bänker, es ist eine Krise der Ausbeutung. Das Licht am Ende des Tunnels, dass uns versprochen wird, soll uns ruhig halten – die Krise wird uns aber erst noch richtig treffen.

Auf der Veranstaltung am 8.7. stellen Redaktionsmitglieder der Zeitschrift wildcat ihre Sicht zur Krise zur Diskussion. Wie war der bisherige Krisenverlauf, und was kommt auf uns zu? Wir wollen nach regionalen Auswirkungen fragen, aber auch nach Widerstand und Ansätzen suchen.

Damit das Licht am Ende des Tunnels kein Zug ist, der uns überrollt, sondern die Scheinwerfer entgegenkommender Klassenkämpfe!

Veranstaltung zur aktuellen globalen Krise
8. Juli 2009
19.30 Uhr
Infocafé Anna&Arthur
Katzenstrasse 2, 21335 Lüneburg


Veranstalter: Projekt Gegendruck mit Redaktionsmitgliedern der Zeitschrift wildcat (http://www.wildcat-www.de)

Militante Untersuchung?

In der nächsten Zeit legen wir unseren Schwerpunkt auf die Untersuchung der Auswirkungen und Handlungsmöglichkeiten angesichts Weltwirtschaftskrise in Lüneburg. Dabei spielt der Ansatz der "Militanten Untersuchung" eine wichtige Rolle.

Links zu einführenden Texten:
  1. Einführende Texte aus der wildcat: Renaissance des Operaismus Teil I und Teil II.
  2. Kolinko-Diskussionspapier "Subversion des Alltags", hier vor allem Kapitel 6
  3. arranca! Nr. 39: Militante Untersuchungen
  4. Haufenweise weitere historische und aktuellere Texte im Dossier zum Operaismus der wildcat

Texte zur Krise

Hier ein paar Links zu Texten zur Krise:
  1. Interview mit Karl Heinz Roth zu seinem Buchprojekt: Die globale Krise. Band 1 des Projekts "Globale Krise - Globale Proletarisierung - Gegenperspektiven". Hamburg.
  2. Texte und Materialien zur Krise der Zeitschrift wildcat
  3. PROMISSORY NOTES: From Crises to Commons by Midnight Notes Collective and Friends. (4/2009) (leider bisher nur auf Englisch)
  4. Marx-Zitate zu Krisen aus dem Karl-Marx-Forum